Darmkrebs: Vorsorge ist der beste Schutz
Patientenforum im St. Elisabeth-Krankenhaus Niederwenigern (März 2006)Die Botschaft ist eigentlich klar und eindeutig: „Im Gegensatz zu anderen bösartigen Tumoren ist der Dickdarmkrebs bei frühzeitiger Diagnose zu heilen.“ Und doch haben Prof. Dr. med. Udo Rabast und die Ärzte des St. Elisabeth-Krankenhauses in Niederwenigern allen Grund, sie ständig zu wiederholen: Denn die frühzeitige Diagnose hängt ab von der Nutzung der Vorsorgeangebote – und die ist trotz aller Aufklärung schlecht. „Obwohl die Vorsorge-Darmspiegelung ab 55 Jahre von der Krankenkasse getragen wird, nehmen nur fünf Prozent der Berechtigten dieses Angebot wahr“, sagt der Chefarzt der Gastroenterologie.
Die Folge: „Dickdarmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Ursache für den Krebstod.“ 60.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu, und 30.000 Patienten sterben. Um diese Entwicklung zu durchbrechen, haben verschiedene medizinische Fachgesellschaften um die Deutsche Krebshilfe und die Gastro-Liga den März zum Darmkrebsmonat ausgerufen. „Wir wollen mit einem Patientenforum für die Vorsorge werben, indem wir vor allem die großen Chancen deutlich machen“, sagt Chefarzt Prof. Dr. Rabast.
Beim Patientenforum Darmkrebs am kommenden Samstag, 18. März, geht es daher im St. Elisabeth-Krankenhaus in Hattingen-Niederwenigern um Diagnostik und Therapie des Dickdarmkrebses. „Die Vorträge sind anschaulich und leicht verständlich, außerdem können die Besucher einmal selbst ein Endoskop in die Hand nehmen.“ Neben Prof. Rabast und seinen Oberärzten wird der Leitende Arzt der Viszeralchirurgie des St. Josef-Krankenhauses in Essen-Kupferdreh, Dr. Jürgen Friedrich, einen Vortrag halten. Als Fachabteilungen der Katholischen Kliniken Ruhrhalbinsel arbeiten Gastroenterologie und Chirurgie sehr eng im Team zusammen.
„In über 90 Prozent der Fälle entsteht der Dickdarmkrebs aus Vorläuferstadien, den so genannten Polypen und Adenomen“, sagt Prof. Rabast. Bereits der jährliche Test auf Blut im Stuhl mit einem kleinen Teststreifen könnte die Todesfall-Rate deutlich senken. „Bei einem positiven Befund sollte eine Darmspiegelung folgen, bei der gutartige Polypen schonend abgetragen werden können.“ Folge: die Senkung der Dickdarmkrebs-Fälle um bis zu 90 Prozent.
Im St. Elisabeth-Krankenhaus, dessen Gastroenterologie im jüngsten Klinik-Führer Rhein-Ruhr unter mehr als 50 Fachabteilungen den Spitzenplatz hält, steht den Fachärzten modernste Medizintechnik für Diagnose und Therapie zur Verfügung. Viele der Untersuchungen werden längst auch ambulant angeboten.
Für das Patientenforum am 18. März im St. Elisabeth-Krankenhaus an der Essener Straße 31 in Hattingen-Niederwenigern ist keine Anmeldung erforderlich.
Um 10 Uhr beginnt der Vortrag über die Früherkennung und internistische Behandlung der Dickdarmtumoren, und ab 10.45 Uhr geht es um die chirurgische Behandlung. Ab 11.30 Uhr können die Besucher dann bei einer Demonstration endoskopischer Methoden die hochmodernen medizinischen Geräte einmal selbst in die Hand nehmen.



