Katholische Kliniken Ruhrhalbinsel                                    
 
 

März 2007 | Bessere Therapiemöglichkeiten: Psychiatrische Tagesklinik Niederwenigern weiht neue Räume ein

Mitarbeiter und Patienten am St. Elisabeth-Krankenhaus Niederwenigern feierten zum Wochenende gemeinsam den Abschluss eines wichtigen Bauabschnitts: Die Tagesklinik – seit 25 Jahren wichtiger Bestandteil der Psychiatrie - hat ihre neu gestalteten Räume im Altbau bezogen und sorgt mit hellen Farben und belebendem Licht für ein angenehmes Arbeits- und vor allem Lebensgefühl. Mittelpunkt des renovierten Bereiches ist die modern gestaltete Aula, die Therapien, Veranstaltungen und Feiern den richtigen Rahmen bietet. Die Einweihung der Tagesklinik war für Krankenhauspfarrer Kai Tomalla gleichzeitig Gelegenheit, dem neuen, künstlerisch gestalteten Kreuz den Segen zu spenden und einen festen Platz in der Aula zu geben.
Ambulant oder stationär? Manchmal liegt der richtige Behandlungsweg einer psychischen Erkrankung genau dazwischen: So bietet die Tagesklinik mit ihren 18 Plätzen Therapiemöglichkeiten für Menschen, bei denen eine ambulante Behandlung nicht ausreicht, eine vollstationäre Behandlung aber nicht - oder nicht mehr - notwendig ist. Bei dieser ‚familiennächsten Form’ psychiatrischer Behandlung verbringen die Patienten den Abend und die Nacht zu Hause – eine große Erleichterung mit mehr Lebensqualität für Betroffene und Angehörige. Die Helligkeit und die moderne Ausstattung der renovierten Tagesklinik trägt ihr Übriges dazu bei, dass die Patienten sich wohl fühlen und gemeinsam mit ihren Therapeuten optimale Rahmenbedingungen für das umfassende teilstationäre Behandlungsangebot vorfinden.
Lebensschule’ Tagesklinik
„Mit Sicherheit ist der Aufenthalt bei uns aber mehr als nur Therapie“, stellt Tagesklinikleiter Hans-Joachim Schmitz fest. „Unsere Patienten durchlaufen in der intensiven täglichen Zusammenarbeit und durch die vielfältigen alltagspraktischen Therapiebestandteile auch eine ‚Lebensschule’.“ Dass die tagesklinische Einrichtung gleichzeitig ‚Therapeutenschule’ sei, betont der Diplom Psychologe bewusst: „Wenn ich auf unser multiprofessionelles Team schaue, dann stelle ich fest, dass wir täglich voneinander lernen. Unsere eigentlichen ‚Lehrmeister’ sind jedoch unsere Patienten, die uns an ihrem Leben teilnehmen lassen und uns Einblick gewähren in die vielfältigen Möglichkeiten seelischen Befindens.“
‚Contemplation’ und Offenheit – Statements des Hauses
Mit dem Kreuz-Kunstwerk „contemplation“ – was soviel heißt wie geistige oder religiöse Besinnung – setzt das St. Elisabeth-Krankenhaus ein klares Zeichen für seine christlichen Wurzeln. Das mit Lasertechnik herausgearbeitete, abstrakte Edelstahlkreuz des Künstlers Andreas Kasparek erschließt sich in der Betrachtung und ist damit offen für alle Deutungen. „Offenheit mit dem Blick auf die unterschiedlichen Geschichten, religiösen und sozialen Erfahrungen der Menschen ist uns ganz wichtig“, sagt Krankenhaus-Seelsorger Pfarrer Kai Tomalla. Neben der christlichen Symbolik unterstreicht das Kreuz die moderne Gestaltung der neuen Räumlichkeiten rund um die Aula und die Tagesklinik.