Katholische Kliniken Ruhrhalbinsel                                    
 
 

Runder Geburtstag, runde Sache - 10 Jahre Katholische Kliniken Ruhrhalbinsel

Die Katholischen Kliniken Ruhrhalbinsel werden 10 Jahre alt. Der Start ins Jubiläumsjahr gibt Geschäftsführer Dipl.-Kfm. Martin Blasig die Gelegenheit, auf die erfolgreiche Fusion vom St. Elisabeth-, St. Josef-Krankenhaus und Altenkrankenheim St. Josef zurückzuschauen – natürlich nicht ohne den Blick auch in die Zukunft schweifen zu lassen.

Mit welchem Ziel gingen die Häuser seinerzeit zusammen?
Schon damals ging es darum, Marktpositionen zu festigen und auszubauen. Es wäre ohne die Fusion nur schwer möglich gewesen, die chirurgischen oder internistischen Abteilungen in Subdisziplinen auszuweiten. Daneben sollten die individuellen Stärken der einzelnen Bereiche auf das Gesamtunternehmen übertragen werden, was aus heutiger Sicht hervorragend gelungen ist. Wir profitieren heute von der unternehmerischen Weitsicht der damals verantwortlichen Ordensschwestern und Kuratoriumsmitglieder.

Wo liegen die Stärken?
Wir sind fachlich gut aufgestellt, das ist ein wesentlicher Punkt. Vor allem die Spezialisierung unserer Fachbereiche, etwa der Gastroenterologie, der Hand- oder der Schulter- und Ellenbogenchirurgie zeichnet die Katholischen Kliniken Ruhrhalbinsel aus und bringt auch Patienten aus weiter entfernten Gebieten nach Kupferdreh bzw. Niederwenigern. Für die Psychiatrie oder die Plastische Chirurgie haben wir einen Versorgungsauftrag weit über die Essener bzw. Hattinger Grenzen hinaus. Gleichzeitig stehen wir für wohnortnahe Versorgung, etwa mit der Stroke Unit für Schlaganfallpatienten, der Allgemeinchirurgie oder der Inneren Medizin. Wir sind stolz darauf, dass uns neben der Medizin auch die persönliche Betreuung gut gelingt – das haben uns unsere Patienten bei der Klinikführer-Umfrage bestätigt.

Was geht im Verbund besser?
Wir nutzen viele Synergien, die dem Patienten direkt zu Gute kommen. Da wir bestimmte medizinische Leistungen auf einen Standort konzentrieren, waren beispielsweise größere Investitionen in modernste Medizintechnik möglich. Durch die Zusammenlegung von Verwaltung, Labor oder anderen „patientenfernen“ Bereichen wurden Ressourcen frei, die Medizin und Pflege zugute kamen. Die Weiterbildungsmöglichkeiten der Mitarbeiter oder die Vorteile eines gemeinsamen Einkaufs sind nicht mehr mit den früheren Gegebenheiten zu vergleichen. Unser Altenkrankenheim in Kupferdreh, das sich auf gerontopsychiatrische Erkrankungen spezialisiert hat, kann auf die Fachkompetenz der Psychiater und Psychotherapeuten aus Niederwenigern bauen. Und trotzdem haben die Häuser ihre Eigenständigkeit und ihren individuellen Charakter im Stadtteil bewahrt.

Wird der Verbund weiter wachsen?
Denkbar ist vieles; aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass nicht die Großen, sondern die Schnellen überleben. Wir werden Wege finden, die Vorteile, die große private Krankenhausketten haben, auf unsere Verhältnisse angepasst ebenfalls umzusetzen, ohne unsere gute, patientenbezogene Betreuung zu gefährden. Was ist 2008 geplant? Da wir mehr Patienten behandeln als je zuvor, werden wir die personellen und räumlichen Kapazitäten erweitern – auch im ambulanten Bereich. Das Thema Umbau wird uns an beiden Standorten weiter beschäftigen. Ein Großprojekt ist der Umbau des Altenkrankenheimes, dessen 126 Bewohnern künftig großteils Einzelzimmer zur Verfügung stehen werden.