Nicht nur Sportler kriegen einen Tennisarm
Spezialisten am St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh helfen bei Ellenbogen- und SchulterbeschwerdenSeit über 10 Jahren operiert Dr. Harris Georgousis in Kupferdreh ausgekugelte Schultern, gerissene Sehnen oder verrenkte Ellenbogen. Der Orthopädie- Facharzt und Chefarzt des Departments für Schulter- und Ellenbogenchirurgie hat sich auf die komplizierten Gelenke spezialisiert und hilft als ausgewiesener Experte Patienten aus ganz Deutschland. Zum breiten Therapiespektrum gehört neben der Gelenkersatz-Chirurgie auch die Versorgung von Unfall- oder Sportverletzungen.
Dr. Georgousis, welche Beschwerden sehen Sie häufig?
"An der Schulter ist das so genannte „Engpass- oder Impingement-Syndrom“ besonders häufig. Dabei berichten die Patienten anfangs über leicht ziehende Schmerzen am oberen Oberarm. Die Schmerzen treten oft nach ungewohnten Tätigkeiten auf, z.B. Renovieren mit Überkopfarbeiten oder nach schwerer körperlicher Arbeit. Ab dem 40. Lebensjahr kann auch der Verschleiß der Sehne am „Schulterdach“ die Ursache sein. Sie reibt auf dem Knochen, entzündet sich und reißt im schlimmsten Fall. Wenn die konservative Therapie keine Besserung bringt, können wir das Problem sehr erfolgreich minimal-invasiv beheben. Dabei operieren wir mit extrem verkleinerten Instrumenten durch Mini-Schnitte und unter Kamera- Sicht - wie durch ein Schlüsselloch. Dieses Verfahren ist die so genannte Arthroskopie."
Sieht man durchs „Schlüsselloch“ genug?
"Als erfahrener Operateur schon, Arthroskopien sind für uns auch zu diagnostischen Zwecken tägliche Routine. Das Verfahren ist sehr schonend aufgrund der kleinen Schnitte und die Wunden heilen schneller. Und der berühmte Tennisellenbogen? Auch eine typische Verletzung, die übrigens längst nicht nur Sportler bekommen. Hier sind die Sehnenansätze an der Außenseite des Ellenbogens aufgrund von Verschleiß oder einseitiger Beanspruchung überlastet. Wenn die körpereigenen Reparaturmechanismen nicht selbst in der Lage sind, den Schaden zu beheben, kann die Sehne reißen. Dann helfen wir, indem wir die verschlissenen Sehnenanteile entfernen und die gesunden wieder annähen. Dies geschieht in diesem Fall durch sehr kleine Hautschnitte, die im Übrigen wieder „schönheitschirurgisch“ vernäht werden."
Was ist nach der OP wichtig?
"Die richtige Nachbehandlung ist genauso wichtig wie die Operation. Man kann nicht früh genug mit Krankengymnastik beginnen. Wer in der Nähe wohnt, kann in der Reha Kupferdreh bei uns im Haus direkt Termine vereinbaren. Nur wer seine Übungen auch konsequent und regelmäßig macht, stellt sicher, dass das Gelenk beweglich bleibt und wieder einwandfrei funktioniert. Aber bitte nicht an die Schmerzgrenzen gehen, zuviel ist auch nicht gut. Weil das Gelenk durch die Mobilisationstherapie ständig gereizt wird, müssen etwa über 6 Wochen nach der OP Entzündungshemmende Medikamente eingenommen werden."
Gibt es „Risikosportarten“ für Ellenbogen und Schulter?
"Prädestiniert sind natürlich die Überkopfsportarten wie Volleyball, bei denen die Schulter stark belastet wird. Das erlebe ich vor allem im Spitzensportbereich als Betreuer der griechischen Volleyball-Nationalmannschaft. Gegen Verletzungen und Überlastungen schützt am besten eine saubere Technik, die ist wichtiger als viel Muskulatur. Wenn aber trotzdem einmal etwas passiert, bekommen wir auch Leistungssportler wieder fit."
Kontakt Schulter und Ellenbogenchirurgie: Tel. (0201) 455-1305



